Galerie 49 in der Haseldorfer Chaussee

In Haselau gibt es seit dem August 2012 eine Galerie.

Brigitte Hirte stellt in ihrer "Galerie 49" in Haselau, Haseldorfer Chaussee 49, Kunst aus.
Über die jeweilige Ausstellung und die Öffnungszeiten informieren Sie sich bitte auf der Webseite der "Galerie 49":
http://galerie-49.de/


Aus dem Wedel-Schulauer Tageblatt

Keine Kunst ohne Betrachter

HASELAU. "Die Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" - diese Maxime des spanischen Malers Pablo Picasso (1881- 1973) hat sich auch Brigitte Hirte bei der Eröffnung ihrer "Galerie 49" in Haselau an der Haseldorfer Chaussee auf die Fahnen geschrieben. Die Idee einer Galerie war Hirte schon vor einigen Jahren gekommen und ist letztendlich nur eine logische Schlussfolgerung ihrer Begeisterung für die Kunst von Kindesbeinen an.

Seit Hirte als kleines Mädchen das Gemälde der "Maria im Rosenhag" sah, war es "um sie geschehen." Auch während ihrer jahrelangen Tätigkeit als Krankenschwester und Altenpflegerin verlor sie die Kunst nie aus den Augen. Vor wenigen Jahren erfüllte sie sich ihren Traum, Kunst zu studieren und absolvierte erfolgreich vier Semester über den "Kontinuierlichen Aufbau der Kunstgeschichte in Europa" an der VHS Wedel bei der Dozentin Dr. Gora Jain. Jain hat es verstanden, ihr Wissen über die Kunst mit so großer Begeisterung weiterzugeben, dass sich die Studenten aus jener Zeit heute noch regelmäßig zu kleinen "Kunstausflügen" treffen.

Mit dieser Inspiration- auch seitens des VHS- Leiters Peter Jochimsen - war der Gedanke einer eigenen Galerie konkret geworden. Das alte Backsteinhäuschen mit dem verwunschenen Garten wurde in den letzten Wochen fleißig renoviert und seit dieser Woche hat Haselau nun eine kleine, hübsche Galerie.

Als "frisch gebackene" Galeristin konnte Brigitte Hirte den in dieser Gegend noch recht unbekannten Künstler Santo.C für ihre erste Vernissage gewinnen. Giuseppe Quitadamo - so der bürgerliche Name von Santo.C - wurde 1955 im Wallfahrtsstädtchen Monte Sant Angelo, Italien, geboren und lebt seit 1966 in Iserlohn, Westphalen. Sein Künstlername ist zusammengesetzt aus dem Vornamen seiner Großmutter "Sante", die Heilige und "Cesto", der Korb, da seine Vorfahren Korbflechter waren. Auch gab die Oma schon die künstlerische Richtung vor: Sie schnitzte Pferde aus Käse, schmückte sie mit bunten Federn und verkaufte sie an die pilgernden Touristen.

Quitadamo ist ein äußerst vielseitiger und spannender Künstler. Er arbeitet mit verschiedenen Materialien wie Holz, Glas, Ton, Kupfer oder Messing. Bei seinen Gemälden greift er zu Bleistift, Acryl- oder Ölfarben in ganz unterschiedlichen Farbnuancen und sorgt so für immer neue Stimmungen beim Betrachten seiner Arbeiten. "Ohne den Betrachter würde die Kunst im Dunkel stehen, und was wäre eine Galerie ohne Künstler?" so die Laudatorin Siegrid Wulf aus Haselau.

Wedel-Schulauer Tageblatt, 29. August 2012, von Kirsten Heer


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken