Inseln

Die Elbinseln Auberg, Bishorster Sand und der südliche Teil der Elbinsel Pagensand gehören zur Gemeinde Haselau.


Elbinseln Auberg / Bishorster Sand vor Hohenhorst


Das Foto zeigt Haselau-Hohenhorst, dahinter die Elbinsel Auberg, die im letzten Jahrhundert mit dem Bishorster Sand zusammen gewachsen ist. Auf dem Luftbild sieht man am anderen Elbufer den zu Niedersachsen gehörenden Hafen Bützfleth. Die Inselgruppe Drommel, Auberg und Bishorster Sand liegen zwischen der Haseldorfer Binnenelbe und dem Hauptstrom der Elbe. Die Insel Drommel gehört zur Gemeinde Hetlingen, Auberg und Bishorster Sand zu Haselau.


Geschichte der Insel Auberg

Die Insel Auberg war früher nur ein Schlickberg, der durch Stacks gesichert wurde. Sie förderten die Aufschlickung und durch Landerhöhung wurde ein Bewuchs gefördert. Um 1910 war der Auberg auf einer Fläche von 30 bis 40 ha auf über 30 bis 50 cm über mittlerem Tidehochwasser aufgeschlickt.
Die Insel wurde ab 1912 zum Anbau von Korbweiden genutzt. Zur besseren Entwässerung der Flächen hatte man das Land mit Grüppen (Gräben) durchzogen, die in vorhandene Priele mündeten. In den Korbweidenanlagen wurden ab 1940 die ersten Apfelbäume gepflanzt. Bis 1948 waren etwa 10 ha Apfelanlagen vorhanden. Die Insel hatte sich zu diesem Zeitpunkt auf über 60 ha durch Aufschlickung vergrößert. Auf den nicht kultivierten Flächen wurden Reet, Binsen und Schilf geschnitten. Im Verlauf der Elbvertiefung wurde zwischen 1950 und 1956 ein ca. 50 m breiter Sandstreifen zum Hauptfahrwasser der Elbe hin aufgespült. Durch diese Aufspülung wurde die Insel Auberg mit dem Bishorster Sand verbunden. Auf den aufgespülten Flächen wurden Weiden gepflanzt.
Nach dem 2. Weltkrieg verzeichneten die Bandreißerei, der Korbweidenanbau und die Schilfernte eine kurze Blütezeit. Mit steigenden Löhnen war diese nur in Handarbeit zu verrichtende Tätigkeit schnell unrentabel. Schon 1960 wurden keine Korbweidenanlagen mehr bewirtschaftet und 1965 wurde auch der Obstanbau auf diesen Flächen eingestellt. Heute ist der Auberg ein Teil des Naturschutzgebietes "Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland". Als einzelne Elbinsel ist er nicht mehr erkennbar. Spuren der einstigen Bewirtschaftung (1989 vollständig eingestellt) sind aber immer noch sichtbar. Ab und zu wächst ein Apfelbaum in den Weidenbüschen und Röhrichten und frühere Zeiten hin, als hier Obsthöfe standen.



Ein Frachter hinter der Elbinsel Auberg Hinter der Insel verläuft das Hauptfahrwasser der Elbe


Pagensand


Die Elbinsel Pagensand ist 5,8 km lang und 520 ha groß. Der südöstliche Inselteil gehört zur Gemeinde Haselau, die übrige Insel zur Gemeinde Seestermühe und ein kleiner Bereich an der Nordspitze zur Gemeinde Kollmar. Die Insel steht seit 1997 unter Naturschutz und gehört zu den FHH EU-Vogelschutzgebieten. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) unterhält auf Pagensand eine Vogel-Beobachtungsstation mit einem Vogelwart. Ehrenamtlicher Landschaftswart ist Peter Hamster aus Haseldorf.
Ursprünglich war Pagensand nur eine kleine Sandbank in der Elbe. Aber im Rahmen der Elbvertiefung wurde zwischen 1910 und 1999 auf die Insel Pagensand so viel Sand und Elbschlick aufgespült, dass sie sich um das 6-fache vergrößerte. Durch den aufgespülten Sand bildete sich eine spezifische Naturlandschaft mit Heide und dünenähnlichen Bereichen und der dafür typischen Vegetation. Durch Aufspülungen wurde auch ein künstlicher See gebildet, der mit Folie nach unten abgedeckt ist. Im Mittelteil der Insel gibt es Feuchtgrünlandflächen.
Früher war die Insel ein Naherholungsgebiet und der auf der Insel ansässige Landwirt bewirtschaftete auch eine kleine Kneipe. Heute ist die Insel unbewohnt. Nur Mitarbeiter vom Wasser- und Schifffahrtsamt (betreuen die Radarstation und mehrere Leuchtfeuer) sowie der Vogelwart vom NABU haben auf der Insel kleine Unterkünfte.


Südspitze der Insel Pagensand Der südöstliche Inselteil gehört zu Haselau


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